Lieferanten auf E-Rechnung umstellen: ohne manuelle Arbeit ab 2027

Je mehr Ihrer Lieferanten strukturiert liefern, desto sauberer füllt sich Ihre Liquiditätsvorschau: Betrag und Fälligkeit fließen ohne Abtippen in den Plan, das Vorsteuerrisiko sinkt. Solange Lieferanten dagegen weiterhin PDFs schicken, landet die Arbeit in Ihrer Buchhaltung: manuelle Erfassung, Fehlerrisiko, kein strukturierter Datenfluss. Der Zeitdruck ist real: Die Empfangspflicht (Bundesfinanzministerium) gilt seit dem 1. Januar 2025, und ab dem 1. Januar 2027 sind Lieferanten mit einem Vorjahresumsatz 2026 über 800.000 € zur E-Rechnungsausstellung verpflichtet; wer seine Lieferantenbasis bis dahin nicht umgestellt hat, riskiert Lücken beim Vorsteuerabzug.

Der Dienst macht den Umstellungsprozess steuerbar: fertiges Anschreiben-Kit, Lieferanten-Tracking und automatischer Rechnungseingang aus einer Hand. Er ist Teil der Lösungen im Überblick für die Financial Supply Chain.

  • Empfangspflicht seit 01.01.2025, kein Aufschub
  • Rechtlich aktuelles Anschreiben-Kit (Stand 2025)
  • Lieferanten-Status auf einen Blick
  • Automatischer Eingang ohne manuelle Erfassung

Was das Problem heute kostet

Jede PDF-Rechnung, die Ihr Lieferant schickt, kostet Ihre Buchhaltung Zeit: ablesen, eintippen, prüfen, ablegen. Bei 50 Lieferanten und vier bis acht Rechnungen pro Monat summiert sich das auf Stunden: Stunden, die Sie bezahlen, für Arbeit, die kein Mensch mehr tun müsste.

Ab 2027 kommt das Vorsteuer-Risiko hinzu. Wenn ein Lieferant dann noch keine ordnungsgemäße E-Rechnung liefert, kann das den Vorsteuerabzug gefährden. Wer jetzt handelt, schafft einen nachvollziehbaren, dokumentierten Prozess und ist nicht auf der falschen Seite, wenn das Finanzamt fragt.

Das Einzige, was bisher gefehlt hat: ein aktuelles, strukturiertes Kommunikationskit. Vorlagen aus dem Jahr 2016, also noch vor dem Wachstumschancengesetz und der Empfangspflicht, helfen dabei nicht weiter.

Was der Dienst konkret tut

Der Dienst verbindet drei Schritte, die heute meist getrennt und mühsam erledigt werden:

Anschreiben-Kit: Fertige Vorlagen für die Erstankündigung, eine Erinnerung und, wenn nötig, die Eskalation. Sachlich formuliert, aktueller Rechtsstand 2025, sofort absendbar. Sie passen Firmennamen, gewünschtes Format und Frist an. Fertig.

Lieferanten-Tracking: Eine Übersicht, welcher Lieferant bereits auf E-Rechnung umgestellt hat, wer noch in der Warteschleife ist und wer noch nicht reagiert hat. Kein Zettel, keine Tabelle, kein Vergessen.

Automatischer Rechnungseingang: Eingehende E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD/Factur-X) werden automatisch eingelesen und stehen strukturiert zur Weiterverarbeitung bereit, ohne manuelle Erfassung, ohne Medienbruch.

So läuft die Umstellung ab

Schritt 1: Lieferanten priorisieren: Nicht alle auf einmal. Zuerst die größten Volumina und die Lieferanten, die 2027 zur Ausstellung verpflichtet sind (Vorjahresumsatz 2026 über 800.000 €).

Schritt 2: Anschreiben versenden: Vorlage aus dem Kit anpassen, absenden, Datum festhalten. Der Dienst schlägt das passende Format vor (ZUGFeRD als KMU-Default oder XRechnung für B2G-nahe Lieferanten).

Schritt 3: Status verfolgen: Der Dienst zeigt, wer bereits umgestellt hat und wer eine Erinnerung braucht. Eskalationsvorlage liegt bereit.

Schritt 4: Eingang prüfen: Sobald ein Lieferant E-Rechnungen schickt, werden diese automatisch eingelesen und stehen für die Buchhaltung bereit.

Wer heute mit der Priorisierung beginnt, hat die wichtigsten Lieferanten bis Ende 2026 umgestellt, rechtzeitig vor der Ausstellungspflicht.

Wie funktioniert das technisch?

Formate, Leitweg-ID, Lieferantensegmentierung, XML-Vorrang nach BMF-Schreiben 2025: der technische Deep-Dive für ERP-Verantwortliche, IT und Steuerberater.

Ich habe das Problem in der Buchhaltung

Schritt für Schritt: wen zuerst anschreiben, was ins Anschreiben gehört, was zu tun ist wenn ein Lieferant mauert, alltagsnah und ohne IT-Vorwissen.

Den technischen Deep-Dive liefert der Technik-Post, die alltagsnahe Umstellung beschreibt der Buchhaltungs-Post.

Seit wann müssen wir E-Rechnungen empfangen können?

Die Empfangspflicht gilt seit dem 1. Januar 2025, ohne Übergangsfrist (Bundesfinanzministerium). Ein einfaches E-Mail-Postfach reicht technisch aus; entscheidend ist, dass eingehende E-Rechnungen nicht abgewiesen werden.

Bis wann dürfen unsere Lieferanten noch Papier oder PDF schicken?

Das hängt vom Umsatz Ihres Lieferanten ab. Lieferanten mit einem Vorjahresumsatz 2026 über 800.000 € müssen ab dem 1. Januar 2027 E-Rechnungen ausstellen. Alle übrigen Aussteller folgen ab dem 1. Januar 2028 (Bundesfinanzministerium). Bis zu diesen Fristen ist Papier oder PDF mit Einwilligung des Empfängers noch zulässig.

Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD?

Beide Formate erfüllen die gesetzliche Anforderung. ZUGFeRD (auch Factur-X) ist ein Hybrid-Format: ein lesbares PDF mit eingebettetem XML, für KMU häufig der einfachste Einstieg. XRechnung ist ein reines XML-Format und vor allem im B2G-Bereich verbreitet. Technische Details und Empfehlungen für die Lieferantenkommunikation enthält der zugehörige Technik-Artikel.

Was passiert, wenn ein Lieferant die Umstellung verweigert?

Ihr Lieferant darf bis zu seiner jeweiligen Frist noch auf Papier oder PDF bestehen. Danach ist das nicht mehr zulässig, und wenn er trotzdem keine ordnungsgemäße E-Rechnung schickt, kann das den Vorsteuerabzug gefährden. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Steuerberater hinzuziehen. Den konkreten Eskalationspfad beschreibt der Buchhaltungs-Post.

Brauchen wir für jeden Lieferanten ein anderes Anschreiben?

Nein. Eine sachliche Basisvorlage funktioniert für den Großteil der Lieferanten. Unterschiede entstehen vor allem beim gewünschten Format (XRechnung vs. ZUGFeRD) und, für internationale Lieferanten, beim Hinweis auf den europäischen Standard EN 16931. Das Anschreiben-Kit enthält Varianten für Ankündigung, Erinnerung und Eskalation.

Gilt die E-Rechnungspflicht auch für Kleinbetragsrechnungen?

Nein. Rechnungen unter 250 € brutto sind von der Pflicht ausgenommen (Bundesfinanzministerium, § 33 UStDV). Das reduziert den Umstellungsaufwand bei Lieferanten mit vielen kleinen Positionen erheblich.

Eingang strukturiert, Liquidität sichtbar

Wer Lieferanten auf E-Rechnung umgestellt hat, empfängt Fälligkeiten als strukturierte Daten. Die 13-Wochen-Vorschau füllt sich aus echten Belegen, und die Entscheidungsfähigkeit bleibt erhalten, solange noch Spielraum ist.

Christopher Helm, Maximilian Geissinger, Uwe Martens - die Gründer von liqui.de

Gebaut von Leuten, die denselben Engpass aus der Praxis kennen.

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