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Die Buchhaltung läuft in der Kanzlei, der Steuerberater bucht über DATEV, die Belege kommen digital rein. Alles sauber. Und trotzdem sitzt der Geschäftsführer am Montagmorgen vor einer einfachen Frage, die DATEV allein nicht immer beantwortet: Reicht das Geld in drei Wochen noch? DATEV ist für Buchhaltung gebaut, und das hervorragend. Eine rollierende, selbst geführte Liquiditätssteuerung ist eine andere Aufgabe.

Was DATEV im Bereich Liquidität liefert

DATEV ist die mit Abstand meistgenutzte Plattform für Buchhaltung und Steuern im deutschen Mittelstand. Über DATEV Unternehmen online (DUO) fließen Belege, Buchungsstapel und Kontoauszüge digital in die Kanzlei. Das Ergebnis: ordentlich gebuchte FiBu-Daten, eine saubere OPOS-Liste mit offenen Debitoren und Kreditoren sowie Auswertungen wie Summen-Salden-Listen, also alles, was Jahresabschluss und Steuererklärung brauchen.

DATEV bietet darüber hinaus den DATEV Liquiditätsmonitor online: Er zeigt den aktuellen Stand der Bankkonten samt Kreditlinien aus dem DATEV-Rechnungswesen und rechnet die Bankkontoumsätze KI-gestützt hoch, auf Basis der Bankbewegungen der letzten beiden Jahre, wobei wiederkehrende Zahlungen wie Gehälter, Mieten und Darlehen automatisch erkannt werden. Das Tool ist fest im DATEV-Ökosystem verankert und setzt einen Buchführungsbestand in DATEV Unternehmen online voraus, läuft also im Kanzlei-Workflow, nicht als eigenständige Planungsumgebung.

Warum das für eine rollierende Vorschau nicht immer reicht

Das Grundmerkmal von DATEV-Daten ist ihr Bezugspunkt: gebuchte Belege, bestätigte Transaktionen, Stichtagssalden. Für Steuer und Jahresabschluss ist das exakt richtig. Für eine selbst geführte, rollierende 13-Wochen-Cashflow-Vorschau fehlen leicht drei Dinge:

Künftige, nicht-gebuchte Positionen. Geplante Großeinkäufe, ausstehende Angebote, bevorstehende Steuervorauszahlungen, die nächste Lohnzahlung: all das taucht in der Buchführung erst auf, wenn es gebucht ist. In der Vorschau muss es vorher stehen, damit der Engpass sichtbar wird, bevor er eintrifft.

Szenarien und Simulationen. Was passiert, wenn ein Großkunde drei Wochen später zahlt? Was, wenn eine Investition vorgezogen wird? Die Buchhaltung bildet das Ist ab. Szenarien brauchen ein eigenes Planungslayer.

Unternehmenseigene Tagesplanung ohne Kanzlei-Umweg. Wer täglich selbst planen will, ohne jeden Schritt über die Kanzlei zu führen, braucht einen direkten Draht zu den eigenen Bankkonten und eine Planungsumgebung, die der Unternehmer selbst bedient.

Das ist keine Kritik an DATEV. Buchhaltung und operative Liquiditätsplanung sind schlicht unterschiedliche Aufgaben: Die Buchhaltung sichert Korrektheit über das Vergangene, die Liquiditätsvorschau sichert Zahlungsfähigkeit im Künftigen.

OPOS-Daten als Input für die Planung nutzen

Der praktischste Einstieg: die OPOS-Liste aus DATEV Rechnungswesen exportieren und als Grundlage für die Vorschau nutzen. Die offene-Posten-Liste lässt sich getrennt für Debitoren und Kreditoren als XLS- oder CSV-Datei herunterladen. Die Datei enthält Fälligkeitsdaten, Beträge und Gegenstellen, also genau die Felder, die für eine wochenweise Fälligkeitsvorschau gebraucht werden.

Die Software liest diese Exportdatei als Eingangsquelle für die Cashflow-Planung aus Belegen ein. Offene Forderungen erscheinen als geplante Eingänge, offene Verbindlichkeiten als geplante Ausgänge, mit den DATEV-Fälligkeitsdaten als Terminsignal. Überfällige Posten wirken sich direkt auf das Planungsbild aus und lassen sich über das integrierte Mahnwesen nachverfolgen.

Eine direkte API zwischen der Software und DATEV gibt es nicht. Der Datenweg läuft über diesen CSV- oder XLS-Export, ein manueller Schritt, der sich aber schnell zur wöchentlichen Routine macht.

Kontoauszüge im CAMT-Format als zweite Quelle

Neben der OPOS-Liste sind tagesaktuelle Kontoauszüge die zweite zentrale Grundlage. Banken liefern Kontoauszüge heute standardmäßig im CAMT-Format (ISO 20022), demselben Format, das DATEV Unternehmen online für den Belegimport akzeptiert und das auch über die direkte Bankanbindung der Software verarbeitet wird.

CAMT-Dateien enthalten gebuchte Umsätze mit Valuta, Betrag, Gegenstelle und Verwendungszweck, also die zuverlässigste Ist-Grundlage für jede Planung. Was tatsächlich gebucht ist, kann nicht mehr wegdiskutiert werden. Mehr zu den unterstützten Formaten findet sich unter Bankformate: CAMT, MT940, CSV. Wer die Software mit direkter Bankanbindung betreibt, hat diese Ist-Werte automatisch im System, ohne Exportschritt.

Die 13-Wochen-Vorschau obendrauf

Mit OPOS-Daten und aktuellen Kontoständen als Basis entsteht die rollierende 13-Wochen-Liquiditätsvorschau. Darüber hinaus lassen sich manuelle Planposten erfassen: erwartete Zahlungseingänge aus laufenden Angeboten, geplante Investitionen, Tilgungsraten, Steuervorauszahlungen. Das Ergebnis ist ein Bild, das weit über den gebuchten DATEV-Stand hinausgeht, wochengenau, rollierend, jederzeit aktuell.

Genau diese Art von Vorschau erwartet auch die Hausbank, wenn es um eine Kreditlinie oder Kontokorrent-Verhandlung geht. Ein strukturierter 13-Wochen-Plan für das Bankgespräch lässt sich direkt aus der Software exportieren, professionell aufbereitet, ohne Excel-Bastelei.

Was DATEV stark macht

Sauber gebuchte FiBu, OPOS-Liste mit Fälligkeiten, Summen-Salden-Auswertung und digitale Belegverarbeitung: die solide buchhalterische Basis für jeden Mittelständler.

Wo die Vorschau-Lücke bleibt

Geplante, noch nicht gebuchte Positionen fehlen. Szenarien, Wochengranularität und unternehmenseigene Tagesplanung ohne Kanzlei-Umweg brauchen ein eigenes Planungslayer.

Daten-Weg in die Planung

OPOS-Export (XLS oder CSV) aus DATEV Rechnungswesen liefert Fälligkeiten. Kontoauszüge kommen als CAMT-Datei von der Bank oder per direkter Bankverbindung. Beides fließt als Basis in die Vorschau.

Was du gewinnst

Eine rollierende 13-Wochen-Sicht, die den gebuchten DATEV-Stand mit geplanten Positionen verbindet: täglich verfügbar, bankgesprächstauglich, ohne zusätzliche Kanzleizugriffe.

1 ExportOPOS-Liste aus DATEV Rechnungswesen reicht als Startpunkt für die erste Vorschau
13 WochenStandardhorizont für operative Cashflow-Planung, den Banken erwarten
3 QuellenOPOS, Kontoauszüge (CAMT) und manuelle Planposten ergeben zusammen das vollständige Bild
TagesaktuellKontostände und Fälligkeiten statt Monatsabschluss-Rückblick
Kann ich DATEV-Daten direkt in die Software importieren?

Nicht über eine direkte API. Der Weg führt heute über den OPOS-Export (XLS oder CSV) aus DATEV Rechnungswesen sowie über CAMT-Dateien der Bank. Beide Exporte lassen sich ohne Abtippen erstellen und direkt einlesen.

Brauche ich neben der Software weiterhin DATEV?

Ja. DATEV bleibt das System für Buchhaltung, Steuern und den Kanzlei-Workflow. Die Software ergänzt es um die rollierende Vorschau: Planposten, Szenarien, Wochenansicht und Bankgesprächsexport.

Was ist der Unterschied zwischen dem DATEV Liquiditätsmonitor und dieser Software?

Der DATEV Liquiditätsmonitor läuft im DATEV-Ökosystem und basiert auf gebuchten Bankumsätzen sowie OPOS-Daten aus der Kanzlei. Diese Software ist ein eigenständiges Planungstool, das Sie täglich selbst bedienen, mit manuellen Planposten, Szenarien und direkter Bankanbindung, unabhängig vom Kanzlei-Zugang.

Was exportiere ich aus DATEV, um loszulegen?

Am schnellsten geht es mit der OPOS-Liste (Debitoren und Kreditoren getrennt) aus dem Rechnungswesen. Wer Kontoauszüge ergänzen will, lädt zusätzlich CAMT-Dateien der Bank herunter oder nutzt die direkte Bankverbindung.

DATEV und eine rollierende Liquiditätsplanung schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich. DATEV liefert die buchhalterische Wahrheit über das, was war. Die Software fügt die operative Vorschau hinzu: was in den nächsten 13 Wochen kommt, wo das Polster zu dünn wird, welche Szenarien möglich sind. Wer beides verbindet, hat die Liquidität wirklich im Griff, rückwärts und vorwärts.

Zahlungsfähigkeit sichern, bevor der Engpass kommt

Wer DATEV-Buchhaltungsdaten mit einer rollierenden 13-Wochen-Vorschau verbindet, hat nicht nur den buchhalterischen Ist-Stand – und was das wirklich bedeutet: Liquiditätsengpässe sind sichtbar, bevor sie eintreten, und die Entscheidungsfähigkeit bleibt erhalten, solange noch Handlungsspielraum besteht.

Christopher Helm, Maximilian Geissinger, Uwe Martens - die Gründer von liqui.de

Gebaut von Leuten, die denselben Engpass aus der Praxis kennen.

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