Vom Auftrag zum Cashflow

Die Lieferkette als Liquiditätsquelle

Bestellung, Auftrag, Abschlag, Zahlung: Jedes Glied der Lieferkette ist ein datierter Punkt in Ihrer 13-Wochen-Liquiditätsvorschau und füllt sie Schritt für Schritt mit echten Belegdaten statt mit Bauchgefühl.

Von der Bestellung zur Vorschau Order-to-Cash & Procure-to-Pay im Überblick
Schritt 1
Angebot / Bestellung
Betrag und Liefertermin stehen fest, das Geld noch nicht.
Prognoseband
Schritt 2
Auftragsbestätigung
Vertragliche Verpflichtung: Betrag und Fälligkeit sind bindend.
Prognoseband
Schritt 3
Abschlag / Rechnung
Forderung oder Verbindlichkeit, datiert, belegbar, fällig.
Belegtes Band
Schritt 4
Zahlung / Kontoeingang
Belegte Tatsache per CAMT, Liquiditätswirkung bestätigt.
Belegtes Band
Ergebnis
13-Wochen-Vorschau
Prognose- und Belegband übereinander: der Engpass erscheint datiert.
Vorschau

Jede Stufe trägt eine andere Planungsqualität. Prognose und Beleg bleiben klar getrennt, beide sichtbar.

Warum Cash-Timing entscheidet

Die Logistik fragt, wann die Ware kommt. Die Liquiditätsplanung fragt, wann das Geld kommt. Beides liegt in denselben Belegen, aber nur wer die Dokumente strukturiert auswertet, beantwortet beide Fragen aus einer Quelle.

Prof. Dr. Moritz Fleischmann am Lehrstuhl für Logistik und Supply Chain Management der Universität Mannheim untersucht, wie quantitative Analysen operative Entscheidungen entlang der Kette stützen. Das Ergebnis: Jedes Dokument im Beschaffungs- und Vertriebsprozess ist zugleich ein Datenpunkt für die Liquiditätsplanung.

Wo in der Lieferkette der Cashflow entschieden wird

Fünf Themen entlang der Kette, je ein Artikel erklärt das zugrundeliegende Konzept und zeigt, wie es in der Vorschau abgebildet wird.

Order-XML: Bestellungen strukturiert und im Cashflow

Order-X, EDIFACT ORDERS, openTRANS 2.1: strukturierte Bestellformate übertragen Betrag, Menge und Liefertermin maschinenlesbar. Wie jede ausgelöste Bestellung als geplanter Abfluss in der Vorschau erscheint, bevor die Rechnung eingeht.

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Vom Angebot zum geplanten Zufluss in der Liquiditätsplanung

Ein offenes Angebot ist kein Zufluss, aber auch kein Nichts. Wie die Abschlusswahrscheinlichkeit als Rechengröße eingesetzt wird und wie offene Angebote als gewichtetes Prognoseband getrennt vom belegten Band geführt werden.

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Auftragsbestand als Liquiditätsgröße: künftige Zuflüsse planen

Ein hoher Auftragsbestand klingt nach Sicherheit, ist aber nur dann liquiditätswirksam, wenn die Zahlungstermine datiert sind. Wie bestätigte Aufträge über Zahlungsplan und Abschlagslogik in konkrete Prognosezuflüsse übersetzt werden.

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Abschlagsrechnungen richtig planen: Teilleistung, Schlussrechnung, VOB

Abschlagsrechnungen nach VOB/B § 16 und § 632a BGB haben klare Fristen: 21 Tage für Abschläge, 30 Tage für die Schlussrechnung. Wie Teilleistungen korrekt aufgebaut werden und wie jeder Abschlag datiert in die Vorschau fließt.

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Drei-Wege-Abgleich und sein Cashflow-Effekt

Bestellung, Wareneingang und Eingangsrechnung müssen übereinstimmen, bevor gezahlt wird. Das verzögert den Abfluss um typisch 3 bis 7 Tage. Wie dieser Freigabe-Lag den Zahlungszeitpunkt verschiebt und wie er sich als Offset in geplante Posten einrechnen lässt.

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Wie das in Ihre Vorschau fließt

Die Hierarchie ist eindeutig: Das Angebot ist eine Erwartung. Die Auftragsbestätigung ist eine vertragliche Verpflichtung. Die gestellte Rechnung ist eine Forderung. Der Zahlungseingang ist die belegte Tatsache. Jede Stufe trägt eine andere Planungsqualität und gehört in ein anderes Band der Vorschau.

Die zwei Funktionen, die das abbilden

Das belegte Band enthält, was mit einem Beleg hinterlegt ist. Das Prognoseband liegt darüber: Angebote mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Bestellungen ohne Eingangsrechnung, geplante Abschläge nach Leistungsstand. Beide Bänder sind sichtbar, beide klar abgegrenzt.

Beispiel: KW 28 bis KW 30, illustrativ
Angebot Maier GmbH offen, 60 % Wahrscheinlichkeit
+ 18.400 €Prognose
Bestellung Stahlwerk AG Order-X, Lieferung KW 29
− 7.200 €Prognose
Abschlag 2, Projekt Nord VOB/B § 16, fällig KW 29
+ 24.000 €Beleg
Auftrag Müller & Söhne Bestätigt, Zahlung KW 30
+ 11.600 €Beleg
Kontoeingang CAMT KW 28, verbucht
+ 9.850 €Beleg

Beträge und Firmen sind illustrativ. Kein Abtippen: jede Zeile kommt aus einem Beleg.

Datierte Zahlen statt Vermutungen

Jedes Dokument entlang der Kette trägt Betrag und Fälligkeitsdatum bereits in sich. Kein Abtippen, kein Raten: Sie sehen jeden Engpass datiert, bevor er auf dem Konto liegt, und behalten die Kontrolle, solange noch Handlungsspielraum besteht.

Christopher Helm, Maximilian Geissinger, Uwe Martens - die Gründer von liqui.de

Gebaut von Leuten, die denselben Engpass aus der Praxis kennen.

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