Liquidität steuern: Entscheidungen aus der Vorschau
Die Vorschau ist das Mittel, nicht der Zweck. Ihr Wert zeigt sich, wo aus einer Kurve eine Entscheidung wird: Skonto ziehen, die Kreditlinie schlank halten, souverän ins Bankgespräch gehen, mit Zahlen statt Bauchgefühl.
Der gemeinsame Ausgangspunkt
Jede Steuerungsentscheidung auf dieser Seite beginnt an derselben Kurve: der Liquiditätsvorschau der nächsten 13 Wochen.
Basisfall und Worst Case übereinander: der Engpass erscheint datiert, bevor er eintritt.
Liquidität entscheidet sich im Voraus
Wer den eigenen Spielraum kennt, bevor andere ihn kennen, verhandelt aus der Stärke. Wer ihn erst auf dem Kontoauszug sieht, reagiert: meist zu teuer, zu spät, mit zu wenig Vorlauf.
Dreizehn Wochen sind genug, um einen Engpass zu drehen: die Mahnung schreiben, die Bestellung verschieben, das Bankgespräch vorbereiten. Genau dieser Vorlauf trennt einen lösbaren Engpass von der drohenden Zahlungsunfähigkeit, bei der das Insolvenzrecht erzwungenes Handeln verlangt. Zu kurz, um auf geratene Jahreshochrechnungen angewiesen zu sein. Lang genug, um tatsächlich zu handeln.
Steuerung beginnt bei der Kurve
Die 13-Wochen-Vorschau zeigt den Kontostand wochengenau, nicht als Schätzung, sondern aus echten Belegen. Engpässe erscheinen datiert, bevor sie eintreten. Das ist die Grundlage für jede Entscheidung auf dieser Seite.
Vier Hebel, eine Kurve
Szenarien durchrechnen, Skonto-Abwägung auf Zahlen stellen, die Kreditlinie am Worst-Case-Tief bemessen, ins Bankgespräch mit belegtem Plan: alle vier Entscheidungsmomente starten an derselben Kurve.
Die Artikel im Überblick
Jeder Artikel geht einen Steuerungsmoment durch: die Ausgangslage, die Rechnung dahinter, die Entscheidungslogik. Alle bauen auf derselben Datenbasis auf, der Liquiditätskurve der nächsten 13 Wochen.
Szenarien
Was-wäre-wenn durchrechnen
Ein Großkunde kündigt Verzögerung an, eine Investition zieht vor, ein Auftrag fällt weg. Wer Szenarien laufend rechnet, erkennt den Engpass in Woche 7, nicht auf der Kontoübersicht. Worst Case, Best Case und Stresstest nebeneinander, bevor entschieden wird.
Mehr lesen →Skonto
Skonto oder Puffer: die Abwägung auf Zahlen
2 % Skonto bei 14-Tage-Frist statt 30 Tagen Zahlungsziel entsprechen rund 45 % Jahreszins, teurer als jede Betriebsmittellinie. Trotzdem verfallen Skonti täglich, weil niemand weiß, ob der Kassenbestand die Zahlung trägt. Die Vorschau macht aus dem Bauchgefühl eine belegbare Kurve.
Mehr lesen →Kreditlinie
Kreditlinie: nur so groß wie nötig
Zu groß: die Bank kassiert Bereitstellungsprovision auf ungenutztes Kapital. Zu klein: das Limit reißt, was im Bankrating als Warnsignal erscheint. Der tatsächliche Spitzenbedarf steht im Worst-Case-Tief der 13-Wochen-Kurve, nicht in einer Faustregel.
Mehr lesen →Bankgespräch
Das Bankgespräch mit belegtem Plan führen
Wer ohne Zahlen zum Bankgespräch kommt, beantwortet Fragen. Wer einen belegten 13-Wochen-Plan mitbringt, stellt sie. Unter Basel III fließt die Qualität der Liquiditätsplanung in das Rating ein, ein Effekt, der sich in Zinssatz und Zusagedauer niederschlägt.
Mehr lesen →Haftung
Fortbestehensprognose und §19 Überschuldung
Warum Überschuldung nicht in die Cash-Kurve gehört, und wie die 13-Wochen-Vorschau die Datenbasis für die Fortbestehensprognose nach §19 liefert. Die klare Grenze zwischen den Zahlen und dem juristischen Befund.
Mehr lesen →Zahlungsziele
Zahlungsziele verhandeln: DSO und DPO als Hebel
Längere Ziele bei Lieferanten, kürzere bei Kunden: jede Konzession verschiebt die Kurve, ohne dass der Umsatz sich ändert. Wo Spielraum ist und wo nicht, sehen Sie vor der Zusage.
Mehr lesen →Engpass
Liquiditätsengpass überbrücken
Der Großkunde zahlt nicht, die Steuernachzahlung kommt, die Löhne sind fällig. Welche Sofortmaßnahmen den akuten Engpass drehen, und ab wann aus dem operativen Problem die rechtlich kritische Zahlungsunfähigkeit wird.
Mehr lesen →Grundlagen
Liquiditätsplanung vs. Cashflow-Planung
Zwei Begriffe, die ständig verwechselt werden. Die Kapitalflussrechnung erklärt das Geschäftsjahr von gestern, die Liquiditätsplanung steuert die nächsten 13 Wochen. Wann Sie welches Instrument brauchen, und warum die Wochensicht entscheidet.
Mehr lesen →DATEV
Liquiditätsplanung mit DATEV
DATEV liefert sauber gebuchte Buchhaltung, aber die rollierende Vorschau ist eine andere Aufgabe. Wie Sie OPOS-Liste und Kontoauszüge als Input nutzen und wo die Lücke bleibt, die ein Vorschau-Tool schließt.
Mehr lesen →Excel-Vorlage
Liquiditätsplanung-Vorlage in Excel
Der genaue Aufbau einer 13-Wochen-Planung in Excel, Zeile für Zeile zum Nachbauen, und die ehrliche Antwort, wo die Vorlage kippt und ab wann ein Tool den Pflegeaufwand spart.
Mehr lesen →Steuern
Steuertermine in die Liquiditätsplanung einbauen
USt-Voranmeldung, Lohnsteuer und Quartalsvorauszahlungen verlassen das Konto verlässlich am 10., ohne Verhandlungsspielraum. Wie Sie die vier Steuerrhythmen als unverrückbare Anker in den 13-Wochen-Plan setzen, bevor der März- und September-Stau zuschlägt.
Mehr lesen →Wie das in Ihre Vorschau fließt
Die Steuerungsentscheidungen hier setzen eine saubere Datenbasis voraus. Die Vorschau liefert sie: wochengenau, aus echten Belegen, täglich aktuell.
Die zwei Funktionen, die das abbilden
Basisfall und Worst Case liegen übereinander, jede Woche. Der Engpass erscheint datiert: nicht als Überraschung auf dem Kontoauszug, sondern als Entscheidungspunkt, der vier Wochen Vorlauf hat.
Beträge illustrativ. Kein Abtippen: jede Zeile kommt aus einem Beleg oder einer belegten Szenarioannahme.
Entscheidungsfähigkeit aus der Vorschau
Wer Skonto-Abwägung, Kreditlinien-Bemessung und Bankgespräch aus der 13-Wochen-Kurve ableitet, handelt im Vorlauf statt im Nachklang. Die Entscheidungsfähigkeit bleibt auch in angespannten Phasen erhalten.
Gebaut von Leuten, die denselben Engpass aus der Praxis kennen.