Rechnungseingang automatisieren – Schluss mit dem Abtippen

Jede manuell erfasste Eingangsrechnung kostet 14 bis 20 Euro und blockiert das Skontofenster. Strukturierte E-Rechnungen laufen als fertiger Buchungssatz durch – und die Fälligkeitsdaten fließen direkt in die Liquiditätsvorschau.

  • Strukturierte E-Rechnungen: fertiger Buchungssatz ohne Abtippen
  • Fälligkeitsdaten automatisch in der Liquiditätsvorschau
  • Kein IT-Projekt, keine ERP-Umstellung im Vorfeld
  • Server und Daten in Deutschland

Was der Status quo wirklich kostet

Eine manuell erfasste Eingangsrechnung dauert laut IW-Consult-Studie 2025 (PDF) rund 9 Minuten – bei branchenüblichen Stundensätzen entspricht das 14 bis 20 Euro pro Beleg. Bei 200 Eingangsrechnungen im Monat sind das bis zu 4.000 Euro reiner Prozessaufwand monatlich – kein einziger Cent Umsatz entsteht dabei.

Der versteckte Schaden kommt obendrauf: Bis eine Rechnung geöffnet, abgetippt, freigegeben und gebucht ist, sind häufig 12 bis 15 Tage vergangen. In dieser Zeit verfallen Skontovereinbarungen unbemerkt. Lieferantenkonditionen von 2 % Skonto bei 10-Tage-Zahlung entsprechen einer annualisierten Rendite von rund 36 % – mehr als jede kurzfristige Anlage. Wer das Zeitfenster verpasst, zahlt den vollen Betrag.

Warum strukturierte E-Rechnungen das Problem lösen

Papierrechnungen und PDFs sind Bilder. Wer sie verarbeiten will, tippt ab oder setzt OCR-Software ein – beides mit Fehlerquote und Nachkontrollaufwand.

Strukturierte E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) sind keine Bilder. Alle Pflichtfelder – Lieferant, Betrag, Fälligkeitsdatum, Steuersatz – liegen als maschinenlesbares XML vor, exakt definiert nach EN 16931. Der Dienst liest dieses XML direkt: kein Abtippen, kein OCR, kein manuelles Nachkontrollieren.

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle inländischen B2B-Empfänger strukturierte E-Rechnungen technisch empfangen können – ohne Einwilligung des Absenders, wie das Bundesfinanzministerium festhält. Der Anteil strukturierter Rechnungen im Eingang wächst seither von Monat zu Monat. Weitere Hintergründe zu den Formaten auf der E-Rechnungs-Übersichtsseite.

Was sich realistisch automatisieren lässt – und was nicht

Vollautomatische Verbuchung (Dunkelverarbeitung) ist möglich – aber nicht für jede Rechnung. Im Mittelstand sind 40 bis 60 % vollautomatisch verarbeitete Belege ein realistisches Ziel; bei vollständiger Stammdatenintegration auch mehr.

Was automatisch läuft: Rechnungen von bekannten Lieferanten mit hinterlegten Stammdaten, eindeutiger Kostenstelle und gültigem XML durchlaufen den Dienst ohne manuellen Eingriff und landen als fertiger Buchungssatz.

Was einen Blick braucht: neue Lieferanten, abweichende Beträge, fehlende Bestellreferenz, Rechnungen ohne strukturiertes XML. Der Dienst markiert diese Fälle gezielt – statt alles zu stoppen, werden nur die Ausnahmen eskaliert.

Das Ergebnis: Das Team konzentriert sich auf Entscheidungen, nicht auf Dateneingabe.

Fälligkeitsdaten direkt in der Liquiditätsvorschau

Das Fälligkeitsdatum einer Eingangsrechnung ist eine Zahlungsverpflichtung. Wer es erst beim Buchen erfasst, plant zu spät – und verpokert das Skontofenster ein zweites Mal.

Der Dienst überträgt die Fälligkeitsdaten aus jedem verarbeiteten Beleg direkt in die Liquiditätsvorschau – automatisch, ohne Zwischenschritt. Skontofenster werden sichtbar, bevor sie ablaufen. Zahlungsausgänge sind planbar, weil die Daten aus dem tatsächlichen Rechnungseingang stammen, nicht aus Schätzungen.

Muss ich alle Rechnungsformate auf einmal umstellen?

Nein. Der Dienst verarbeitet strukturierte E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) und PDF-Rechnungen parallel. Strukturierte Belege laufen vollautomatisch durch; PDFs und Papierrechnungen werden weiterhin erfasst. Der Anteil vollautomatischer Verarbeitung steigt mit jedem weiteren Lieferanten, der strukturiert liefert.

Was ändert sich für mein Team im Alltag?

Statt jede Rechnung einzeln zu öffnen, abzutippen und zu prüfen, kommen strukturierte Rechnungen als fertiger Buchungssatz an. Das Team sieht nur noch Ausnahmen, die eine Entscheidung brauchen. Die Arbeitszeit verschiebt sich von Dateneingabe zu Kontrolle und Liquiditätssteuerung.

Bin ich seit 2025 verpflichtet, E-Rechnungen zu empfangen?

Ja – seit dem 1. Januar 2025 müssen alle inländischen B2B-Empfänger strukturierte E-Rechnungen technisch empfangen können, unabhängig davon, ob das eigene Unternehmen selbst schon strukturiert ausstellt. Die Ausstellungspflicht wird gestaffelt eingeführt: ab 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Jahresumsatz, ab 2028 für alle übrigen B2B-Betriebe (Stand: BMF FAQ E-Rechnung, Juni 2026). Details zur Empfangspflicht auf der Seite E-Rechnungspflicht 2025–2028.

Wie werden E-Rechnungen GoBD-konform archiviert?

E-Rechnungen müssen im Originalformat (XML) archiviert werden – eine Konvertierung in PDF vor der Archivierung ist nicht GoBD-konform. Seit einer BMF-Aktualisierung vom 14. Juli 2025 reicht die Aufbewahrung des XML-Teils aus; die eingebettete PDF-Ansicht muss nur dann zusätzlich gesichert werden, wenn sie steuerlich relevante Zusatzinformationen enthält. Die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen ab dem 1. Januar 2025 beträgt im Regelfall 8 Jahre (Bürokratieentlastungsgesetz IV). Im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater. Mehr zum Thema Archivierung auf der Seite E-Rechnung empfangen und archivieren.

Was passiert mit Papierrechnungen, die noch eintreffen?

Papierrechnungen müssen weiterhin digitalisiert werden. Der Dienst verarbeitet diese Belege, kann jedoch keine vollständige Dunkelverarbeitung gewährleisten, da die Pflichtfelder nicht maschinenlesbar vorliegen. Fälligkeitsdaten werden nach der Erfassung dennoch in die Liquiditätsvorschau übertragen.

Wie schnell ist der Dienst einsatzbereit?

Das Onboarding ist darauf ausgelegt, dass Sie innerhalb einer einzigen Sitzung starten können – ohne IT-Projekt, ohne ERP-Umstellung im Vorfeld. Strukturierte E-Rechnungen werden ab dem ersten Eingang automatisch verarbeitet.

Fälligkeiten aus echten Belegen

Wer eingehende Rechnungen automatisch verarbeitet, hat Fälligkeitsdaten im System, bevor Skontofenster ablaufen – kein manuelles Nachtragen, keine Schätzung. Und was das wirklich bedeutet: Kontrolle darüber, welche Zahlungen in welcher Woche fällig sind, auf Basis der Belege, die bereits im System liegen.

Christopher Helm, Maximilian Geissinger, Uwe Martens - die Gründer von liqui.de

Gebaut von Leuten, die denselben Engpass aus der Praxis kennen.

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